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Kundgebung am 25.06.2016 in Mainz

Für ein bundesweites Kitaqualitätsgesetz!

Seit Jahren steht der Ausbau der Kindertagesbetreuung im Fokus der Kommunen. Die Platzkapazitäten wurden massiv erhöht und Betreuungsquote der Kinder besonders unter drei Jahren ist deutlich gestiegen. Doch viel zu lange galt die Maxime „Quantität vor Qualität“. Zeit, dass die Qualität der Kindertageseinrichtungen in den Blick genommen wird!

Im Selbstverständnis der Beschäftigten in Kindertagesstätten tief verwurzelt ist das Wissen um die Bedeutung der frühkindlichen Bildung für die Herstellung von Chancengleichheit und BIldungsgerechtigkeit in unserer Gesellschaft. Die Einführung der Bildungs- und Erziehungsempfehlungen für Kindertagesstätten in Rheinland-Pfalz vor einigen Jahren zeigt, dass die damalige Landesregierung die umfassenden Tätigkeiten der Fachkräfte in den Einrichtungen sieht und auch einfordert.

Eine gute Begleitung der Kinder legt die Grundlage für die weitere Bildungsbiografie der Kinder.
Die Realität in rheinland-pfälzischen Kindertageseinrichtungen sieht aber oftmals anders aus.


Der ungenügende Personalschlüssel, fehlende Freistellungsregelungen für Leitungen, ungesicherte Vorbereitungszeiten und niedrige Budgets für Materialien stellen die Beschäftigten vor gewaltige Herausforderungen. Die Rahmenbedingungen erlauben bei weitem noch nicht, dass die Bildungs- und Erziehungsempfehlungen auch flächendeckend und umfassenden umgesetzt werden können!

Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertreter der Elternschaft und Unterstützungsnetzwerken haben sich die Beschäftigten in Mainzer Kindertagesstätten dazu entschieden, der Politik einen Spiegel vorzuhalten und ihr durch das „auf Eis zu legen“ der Bildungs- und Erziehungsempfehlungen ein klares Signal zu Senden das sich die Landesregierung aktiv für ein bundesweites Kindertagesstättenqualitätsgesetz einsetzen soll.

Um bundesweit einheitliche und dringend notwendige Standards in der frühkindlichen Bildung erreichen zu können, braucht es dringend

1. Eine deutlich verbesserte Fachkraft-Kind-Relation
2. Festgeschriebene Vorbereitungszeiten
3. Regelungen zur Fort- und Weiterbildung der Beschäftigten
4. Leitungsfreistellung für Kindertageseinrichtungen
5. Fachliche Unterstützung durch ein System der Fachberatung

Solange die Landesregierung sich auch den Ausbauzahlen ausruht und keine Vorschläge für eine bessere Finanzierung der Kitas unterbreitet, werden die Empfehlungen auf Eis bleiben, dort wo die Politik sie abgelegt hat. Deshalb #BildungAufEis!


Die Finanzierung und der rechtliche Rahmen

Die OECD empfiehlt, dass ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für den Bereich der frühkindlichen Bildung investiert wird. Davon ist Deutschland noch weit entfernt. Jährlich werden derzeit etwa 17 Milliarden Euro in frühkindliche Bildung investiert. Um die OECD-Empfehlung umsetzen zu können, müssten mindestens 9 Milliarden Euro zusätzlich zur Verfügung gestellt werden.

Derzeit teilen sich Kommunen (60%) und Länder (40%) die Kosten für Kitas. Der Bund beteiligt sich größtenteils nur auf Basis von Projekten am Ausbau der Kindertagesbetreuung. Es ist dringend geboten, dass sich der Bund an der Finanzierung der Kitas beteiligt, um die Kommunen und Länder zu entlasten!


#BildungAufEis

Gemeinsam für ein bundesweites Kita-Qualitätsgesetz!

Bis die Neugewählte Landesregierung sich dafür im Bund einsetzt, legen die Beschäftigten in den Kindertagesstätten die #BildungAufEis

Folgende Punkte müssen geregelt werden: